Was ist KUP?

KUP ist die Abkürzung für Kurzumtriebsplantage. Gemeint ist damit die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen mit schnellwachsenden Baumarten wie Pappel oder Weide, um hierbei in kurzen Umtriebszeiten Holz als nachwachsenden Rohstoff zu produzieren. Geschieht dies zur Energieerzeugung, wird anstelle von Kurzumtriebsplantage auch gerne der Begriff Energiewald verwendet.

Die Wuchsleistung schnellwachsender Baumarten wie Weide und Pappel ist deutlich höher als bei normalen Waldbäumen. Schon nach drei bis fünf Jahren erreichen sie Höhen von knapp zehn Metern und können geerntet werden. Nach der Ernte schlagen die Bäume auf der Plantage wieder aus. Man kann also mehrmals ernten, ohne neu pflanzen zu müssen. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel oder Dünger wird bei dieser sehr sanften Form der Landwirtschaft weitgehend verzichtet.

Holz gilt als zunehmend knapper Rohstoff. Deshalb verwendet man schnellwachsende Hölzer vor allem zur Energiegewinnung und für die Industrie. Im Hinblick auf den Klimaschutz und die aktuelle Entwicklung der Preise für fossile Energieträger ist diese extensive Form der Landwirtschaft zunehmend interessant. Die Hölzer sind außerdem nicht anspruchsvoll, was die Bodenauswahl betrifft. Auch minderwertige Ackerflächen und Standorte eigen sich meist als KUP-Flächen. Seit Mai 2014 bietet das Unternehmen wimatec Mattes GmbH Pflanzmaschinen für Kurzumtriebshölzer.

 

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